Kognitives Training in der Rehabilitation nach Schlaganfall unverzichtbar!

Jetzt sind die Ergebnisse der ApKog-Studie publiziert:

43 Patienten (Durchschnittsalter 54 Jahre), die in der Vergangenheit mindestens einen Schlaganfall erlitten hatten, erhielten entweder eine körpertrainingsbetonte Standardrehabilitation oder die Standardrehabilitation und zusätzlich Kognitives Training nach der Methode von Dr. med. Franziska Stengel in der Gruppe drei Mal pro Woche.

Ergebnisse:
Nur hochfrequentes Bewegungstraining:
- Signifikante Verbesserung von geistigem Leistungstempo, übrige Denkfunktionen tendenziell verschlechtert
-
Entwicklung neuer geistiger Defizite im Verlauf der vierwöchigen Rehabilitation bei einigen Patienten (!)
- Verbesserung
Gesundheitszustand um fast 10%

Mit hochfrequentem Bewegungstraining
plus Kognitivem Training in der Gruppe (3x pro Woche):
- Signifikante Verbesserung von geistigem Leistungstempo
-
Signifikante Verbesserung von Sprachfunktionen (Wortflüssigkeit)
-
Signifikante Verbesserung von anderen Denkfunktionen (exekutive Funktionen)
-
Verbesserung Gesundheitszustand um 20%
- Verbesserung psychischer Gesundheitszustand dreimal so stark wie ohne kognitives Training


Das hochfrequente Bewegungstraining konnte zwar das geistige Leistungstempo hochsignifikant verbessern, nicht jedoch Bereiche wie Gedächtnis, sprachliches Denken und andere Denkfunktionen.
Im Verlauf der vierwöchigen Rehabilitation entwickelten sogar einige der Patienten unter der körperbetonten Rehabilitation erst neue geistige Defizite! In der Gruppe mit zusätzlichem Kognitivem Training verschlechterte sich dagegen bei keinem Patienten die geistige Leistungsfähigkeit. Es kam sogar zusätzlich zu hochsignifikanten Verbesserungen in Sprache und Denkfunktionen.
Außerdem verbesserte die Gruppe mit dem Kognitiven Training ihren Gesundheitszustand doppelt so stark wie die reine Körpertrainingsgruppe, im Bereich psychische Gesundheit verbesserte sie sich sogar dreifach im Vergleich zu Patienten ohne Kognitives Training.

Das Kognitive Training erhöhte also die Effektivität einer Rehabilitation nach Schlaganfall erheblich.




Die Ergebnisse der ApKog-Studie im Einzelnen sind nun in der Wissenschaftlichen Schriftenreihe Kognitives Training publiziert.



Eine nähere Beschreibung der Studie aus ergotherapeutischer Sicht finden Sie auch in der Zeitschrift Ergotherapie und Rehabilitation:

Löw, N., Heydekorn, A.: Kognitives Training nach Stengel in der Schlaganfallrehabilitation - die ApKog-Studie. Ergotherapie & Rehabilitation, 6, 2012


Abstracts siehe auf der homepage (Abstracts auch als pdf)
und weitere Presseinformationen können Sie beim Verlag oder der Akademie anfordern unter info@kognitives-training.de



Ohne Kognitives Training: Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit bei Suchtpatienten innerhalb kürzester Zeit!

Auf dem Deutschen Ergotherapeutenkongress im Mai 2012 in Kassel wurde die SuKog-Studie vorgestellt (Ladner-Merz, Quiring):

Langjährig alkoholkranke und nun abstinente Patienten einer soziotherapeutischen Einrichtung, die dort auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden, erhielten ein Kognitives Training nach Stengel über drei Monate. Um die Effekte eines solchen Trainings zu untersuchen, wurden sie mehrfach neuropsychologisch getestet. Die Testwerte der ersten Untersuchung dienten als Basiswerte, die zweite Testung wurde nach einem Vierteljahr ohne Training durchgeführt ("Auswaschphase"), die dritte Testung nach einem halben Jahr. Zwischen der zweiten und dritten Testung erhielten die Studienteilnehmer das Kognitive Training
.
Ergebnisse: Zwischen der ersten und der zweiten Testung verschlechterten sich die Studienteilnehmer innerhalb nur drei Monaten dramatisch im Gedächtnis und der Merkfähigkeit. Dann erhielten die Teilnehmer kognitives Training einmal pro Woche in der Gruppe. Ein viertel Jahr später hatten sie sich signifikant in sprachlichen und anderen Denkfunktionen (z.B. exekutive Funktionen) verbessert. Nahezu signifikant verbesserten sie sich in der Merkfähigkeit.
Soll also bei Patienten mit einer Suchterkrankung die geistige Leistungsfähigkeit erhalten oder verbessert werden, scheint dies nach den Ergebnissen der SuKog-Studie mit Kognitivem Training nach Stengel® als wirtschaftliches Gruppentrainingsverfahren möglich zu sein.

Die Ergebnisse der SuKog-Studie im Einzelnen werden in der Wissenschaftlichen Schriftenreihe Kognitives Training Anfang 2017 publiziert.

Abstracts und weitere Presseinformationen können Sie beim Verlag oder der Akademie anfordern unter info@kognitives-training.de